Warum INSPIRE wichtig ist
Zuhören zuerst
Oft wird erforscht, was in Laboren und Forschungseinrichtungen als naheliegend betrachtet wird. Doch das muss nicht unbedingt das sein, was Patient:innen, Angehörige und Behandelnde im Alltag brauchen. INSPIRE dreht die Reihenfolge um: Erst zuhören, dann priorisieren.
Ob und wie ich mich als Frau, Mann oder nicht-binär sehe und wie andere damit umgehen, kann meine Chancen auf eine angemessene Behandlung beeinflussen. Viele Antworten dazu stehen noch aus. Wir sammeln Ihre offenen Fragen, fassen sie zusammen und prüfen, wo es bereits wissenschaftliche Studien gibt. So entstehen konkrete Forschungsaufträge. In einem ausgewogenen, moderierten Prozess entsteht eine Top-10-Liste der wichtigsten Fragen. Diese Liste stellen wir Forschenden, Förderorganisationen und Entscheidungsträger:innen zur Verfügung.
Bislang unterrepräsentiert in der Suchtforschung sind beispielsweise Frauen. Deshalb ermutigen wir gerade auch Frauen an unserem Prozess teilzunehmen.
Besonders unterrepräsentiert: Trans-, nicht-binäre und genderdiverse Menschen erleben höhere Belastungen und sind zugleich in Studien unterrepräsentiert. Ihre Perspektiven fehlen oft bei der Entwicklung von Behandlungsangeboten. Auch hier möchten wir diese Gruppe ermutigen, sich in den Prozess einzubringen.

